QEMU on speed: microVMs in Proxmox
15.08.2026 , HS 8
Sprache: Deutsch

Zwischen LXC-Containern und vollständigen QEMU-VMs klafft eine Lücke: Workloads die echte VM-Isolation brauchen, aber keine 8 Sekunden Bootzeit wollen. microVMs schließen diese Lücke – kein BIOS, kein PCI-Bus, Direct Kernel Boot in unter 200ms. Der Talk vergleicht QEMU microvm und Firecracker technisch und sicherheitstechnisch, und zeigt anhand eines minimalen Proxmox-Patches wie microVMs als dritte Virtualisierungsklasse in PVE landen. Mit Live-Demo.


QEMU ist mächtig – und träge. Wer eine VM startet, bekommt SeaBIOS, PCI-Bus-Scan, emuliertes VGA und ein Dutzend Geräte die kein Workload je anfasst. Das Ergebnis: 6–10 Sekunden bis zum Login, auch wenn der Gast nur drei Prozesse braucht. microVMs sind die Aufputschmittel. Mit dem QEMU microvm machine type fliegt der gesamte Legacy-Stack raus: kein BIOS, kein PCI, kein Bootloader. Stattdessen Direct Kernel Boot und virtio über MMIO – der Kernel startet direkt in den Gast, unter 200ms, bei echter KVM-Isolation. Firecracker geht denselben Weg noch konsequenter: ~50.000 Zeilen Rust statt 1,5 Millionen Zeilen C, ein eingebauter jailer der den VMM-Prozess per seccomp und Namespaces einsperrt, und eine minimale Gerätelist die VENOM-Klasse-Exploits schlicht unmöglich macht. Wir schauen uns an wo QEMU microvm und Firecracker sich technisch unterscheiden – in Performance, Angriffsfläche und Isolation – und wann welcher Ansatz die richtige Wahl ist. Den Abschluss macht ein minimaler Proxmox-Patch der microVMs als vollwertige dritte Virtualisierungsklasse neben LXC und QEMU in PVE integriert – inklusive Web UI, Templates und Backup. Live-Demo auf echter Hardware: Stoppuhr läuft.

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Alexander Wirt arbeitet als Projekt- und Teamleiter bei der credativ GmbH in Mönchengladbach wo er an der Umsetzung von Kundenprojekten mit OpenSource beteiligt ist. Zusätzlich ist er Mitglied in mehreren OpenSource Projekten wie Debian oder GRML.