Unbekannt heißt nicht unzugänglich - Warum OSS Nutzung Mut braucht
Der Vortrag zeigt, wie unsere Emotionen, Gewohnheiten und Markenprägungen unsere Entscheidungen beeinflussen und uns oft von Open Source abhalten, obwohl sie Chancen für Selbstbestimmung, Lernen und bewussteren Umgang mit Technologie bietet.
In diesem Vortrag geht es nicht nur um Open Source Software, sondern um uns selbst: um unsere Emotionen, unsere Lernmuster und den Umgang mit Unsicherheit. Warum greifen wir so oft zu bekannten Lösungen, selbst wenn offene Alternativen verfügbar sind?
Wir betrachten, wie Bildung und Lerntheorien unser Verhalten prägen und wie Emotionen unsere Entscheidungen beeinflussen – oft unbewusst, zwischen Neugier, Unsicherheit und Überforderung. Open Source fordert uns heraus: Sie verlangt Eigenverantwortung, Lernbereitschaft und Mut. Gleichzeitig stehen dem Gefühle wie FOMO, die Angst, etwas zu verpassen, oder die Sorge vor vermeintlicher Ausgrenzung entgegen.
Ein weiterer Aspekt ist, wie stark Marken unser Denken formen – wenn Produktnamen zu Gattungsbegriffen werden, verschwinden Alternativen aus unserem Blickfeld. Dabei blenden wir häufig zentrale Themen wie Datensouveränität aus, obwohl gerade sie für offene Systeme sprechen würden.
Der Vortrag lädt dazu ein, diese emotionalen und kognitiven Barrieren bewusst wahrzunehmen, Resilienz im Umgang mit neuen Werkzeugen zu entwickeln und Open Source nicht als Hürde, sondern als Lern- und Gestaltungsraum zu begreifen.
Speakers
Silvia Deimeke
Geboren in Herne, verheiratet, zwei Hunde, ein Pferd, in die Schweiz ausgewandert. Selbständige...