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lecture: Vorsicht, Kamera!

Lifelogging: Was soll das? Wie geht das? Und darf der das eigentlich?

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Lifelogging ist die Idee, einfach alles aufzuzeichnen, was einem im täglichen Leben so passiert und begegnet. Neben der Frage nach dem Sinn stellen sich da schnell rechtliche Fragen und solche der Etikette. Wann ist es okay, seine Umgebung fotografisch festzuhalten und wann nicht?

Im Selbstversuch trage ich seit Anfang des Jahres eine kleine Kamera, die automatisch alle 30 Sekunden ein Foto macht. Es ist also nicht Google Glass, aber viele Fragen, die sich ergeben, sind die gleichen: Darf man eigentlich permanent seine Umgebung und seine Mitmenschen abfotografieren? Und selbst wenn, wo liegen die Grenzen an denen es einfach gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert ist? Und warum existieren diese Tabus eigentlich?

Wer nun meint, das sei nur ein Randthema, das eh nur ein paar "Spinner" betrifft, wird vielleicht überrascht sein, wie weit verbreitet zumindest Teilaspekte von Lifelogging bereits sind. Von der Helmkamera beim Skifahren bis zum Fitness-Tracker - viele dieser "wearable devices" sind schon um uns herum im Einsatz. Mit anderen Worten: Es wird vielleicht kein Massenmarkt, aber die Lifelogger sind bereits unter uns und wir müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen wollen und welche neuen gesellschaftlichen Normen wir als Reaktion darauf entwickeln.

Beim Blick auf die verfügbare Hard- und Software fällt auf, dass praktisch alle am Markt befindlichen Produkte "closed" sind und oft auch die gesammelten Daten "in der Cloud" speichern. Mit der zu erwartenden Verbreitung von Lifelogging und Quantified Self eröffnen sich hier also auch neue Betätigungsfelder für die Open Source- und Open Hardware-Szene.

Info

Day: 2014-08-23
Start time: 17:45
Duration: 01:00
Room: HS4
Track: Hardware
Language: de

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